Bevor Nicole und Christian überhaupt am Trautisch saßen, war der erste Schnaps schon verteilt. Dafür sorgten ein paar Herren im Tütü. Auf ihren T-Shirts stand ziemlich eindeutig: „Schnapsmädels“. Ihre Aufgabe nahmen sie ernst.
So begann die Hochzeit von Nicole und Christian in der Kultscheune Lauterbach. Locker sollte die freie Trauung werden. Lustig auch. Vor allem hatten die beiden keine Lust auf 08/15. Das merkte man ziemlich schnell.
Schnapsmädels statt Blumenmädchen
Die Kultscheune liegt in Lauterbach bei Neukirchen/Pleiße und wird regelmäßig auch für Hochzeiten genutzt. Für diesen Tag war sie der richtige Ort.
Noch bevor die Zeremonie begann, waren die Gäste mittendrin. Die Schnapsmädels zogen durch die Reihen und verteilten ihre kleinen Fläschchen. Das entspannte die ohnehin schon gute Stimmung noch ein bisschen mehr.
Dann fehlten nur noch zwei Menschen. Braut und Bräutigam.
Christian kommt mit „Eye of the Tiger“
Den ersten Auftritt hatte Christian. „Eye of the Tiger“. Natürlich kann man als Bräutigam auch einfach nach vorn laufen. Muss man aber nicht. Christian kam mit seiner Begleitung und genoss seinen Einzug sichtlich.
Nicole setzte später noch einen drauf. Gemeinsam mit ihrer Trauzeugin kam sie zunächst tanzend zu „Rasputin“ von Boney M. Danach ging es weiter zum Trautisch.
Das Schöne daran: Niemand hatte das Gefühl, hier müsse jetzt etwas besonders feierlich aussehen. Die beiden haben ihren Einzug einfach so gestaltet, wie sie ihn haben wollten.
Das kann man übrigens ruhig als Anregung für die eigene Hochzeit mitnehmen. Die Musik beim Einzug muss nicht zwingend romantisch sein. Ein Lied, das Spaß macht oder zu einem passt, kann genauso gut funktionieren.
Der Plan hieß Freundschaft
Dann konnten wir uns endlich damit beschäftigen, warum Nicole und Christian überhaupt dort saßen. Am Anfang war das nämlich nicht vorgesehen. Beide wollten keine neue Beziehung. Man lernte sich kennen, schrieb miteinander und traf sich schließlich. Natürlich nur zum Quatschen.
Beim ersten Treffen an der Weißen Elster wurde dann allerdings schon über Kinder, Hund und die theoretische Frage gesprochen, wer irgendwann wohin ziehen könnte. Für zwei Menschen, die ausschließlich an Freundschaft interessiert waren, war das schon erstaunlich gründlich.
Die Freundschaft hielt dann auch nicht besonders lange durch. Aus Nicole und Christian wurde ein Paar. Sechs Jahre später saßen sie vor mir in der Kultscheune Lauterbach und wollten heiraten.
Bei dieser Traurede durfte gelacht werden
Ihre gemeinsame Geschichte bot genug Stoff für eine Rede, bei der niemand zwanzig Minuten andächtig auf den Boden schauen musste. Nicole und Christian nehmen sich gegenseitig gern auf die Schippe. Dazu kommt bei Nicole noch eine ziemlich ausgeprägte Berliner Schnauze. Christian schätzt genau diese direkte Art an ihr.
Wer Nicole erlebt, merkt schnell: Da wird nicht lange um den heißen Brei geredet. Manchmal kommt ein Satz sehr direkt. Gerade deshalb ist er oft so witzig. Das durfte natürlich auch in der Traurede vorkommen. Genau so erzählen die beiden selbst von ihrem gemeinsamen Leben. Deshalb konnte ich das ebenfalls tun.
Natürlich muss nicht alles, was man mir in einem Traugespräch erzählt, später vor sämtlichen Gästen landen. Das gehört für mich genauso zu einer guten Vorbereitung. Aber bei diesen beiden gab es genug Geschichten, die erzählt werden durften.
Also wurde gelacht. Viel sogar. Dazwischen gab es aber auch die Momente, um die es an diesem Tag wirklich ging.
Nicole hat es später in ihrer Google-Bewertung so beschrieben:
„Halli Hallo, am 11.09.26 heirateten wir Standesamtlich, was sehr emotional war. Am 12.09. 26 mit Carsten. Auf Empfehlung und ein Sympathisches treffen, haben wir uns für Carsten entschieden. Würden es jederzeit wieder tun. Geile Rede, jenau uff uns abjestimmt, auch emotional und lustig. Die Rituale die wir uns aussuchten waren klasse. Jeder unserer Gäste war begeistert. Würden Carsten jederzeit wieder nehmen. Liebe Grüße Christian und Nicky“
Nicole Pommeranz, die Braut · Google-Bewertung · 5 von 5 Sternen
Eine Kiste für später
Nicole und Christian entzündeten während der Zeremonie ihre Hochzeitskerze. Später kam ihre Erinnerungskiste an die Reihe. Die Gäste hatten dafür Wünsche auf kleine Zettel geschrieben. Diese wurden während der Trauung eingesammelt und kamen in die Kiste.
Nicole und Christian wollen sie nach einem Jahr wieder öffnen. Dann lesen sie, was Familie und Freunde ihnen an diesem Hochzeitstag mitgegeben haben.
Für die Wartezeit kamen vorsichtshalber noch ein paar Schnäpse dazu. Man weiß schließlich nie.
Was auf den Zetteln steht, weiß ich übrigens auch nicht. Nach diesem Nachmittag würde ich allerdings nicht darauf wetten, dass dort ausschließlich tiefgründige Lebensweisheiten zu finden sind.
Ja, sie wollten wirklich
Natürlich wurde auch geheiratet. Nicole und Christian gaben sich ihr persönliches Eheversprechen und danach ihr Ja-Wort. Die Ringe gehörten dazu und später wartete noch der Nürnberger Brautbecher.
Bei diesem alten Hochzeitsritual können zwei Menschen gleichzeitig aus einem Becher trinken.
Für Nicole und Christian war allerdings vor allem eine Frage interessant: Wer ist zuerst fertig? Denn der soll, so will es die Tradition, künftig in der Ehe das Sagen haben.
Nicole hatte schon während unserer Gespräche keinen großen Zweifel daran gelassen, wie sie die Machtverhältnisse einschätzt. Christian bekam trotzdem eine faire Chance.
Eine Hochzeit, die ich nicht so schnell vergesse
Am Ende blieb von diesem Nachmittag vor allem eine sehr fröhliche Hochzeit hängen. Keine künstliche Inszenierung. Nicole und Christian waren einfach Nicole und Christian.
Dazu gehörten die Tütüs genauso wie Christians „Eye of the Tiger“, Nicoles Tanz zu Boney M. und ihre Berliner Schnauze. Genau diese Hochzeiten machen mir Spaß. Nicht weil sie besonders ausgefallen sein müssen.
Sondern weil ich nach Hause fahre und ziemlich genau weiß, wen ich gerade getraut habe. Nicole und Christian wollten am Anfang übrigens wirklich nur Freundschaft. Hat nicht funktioniert. Herzlichen Glückwunsch euch beiden.
Und auf Facebook schrieb Ursula Küchler:
„das war die schönste Hochzeit ever. wir lieben euch. Danke für die tolle Zeit bei euch. lg Mutti und Papa.“
Ursula Küchler · Facebook-Kommentar
Einblicke in die Hochzeit von Nicole und Christian
Freie Trauung in der Kultscheune Lauterbach
Die Kultscheune Lauterbach bei Neukirchen/Pleiße kann auch für Hochzeiten und private Feiern genutzt werden. Wer dort eine freie Trauung plant, hat damit einen Veranstaltungsort in Westsachsen, an dem Zeremonie und anschließende Feier miteinander verbunden werden können.
Ihr plant dort oder in der Region um Werdau, Crimmitschau oder Zwickau eure eigene Hochzeit und sucht noch einen Hochzeitsredner? Dann schaut euch gern auf meiner Seite um oder fragt euren Termin direkt bei CR Hochzeitsredner an.
Fragen zur freien Trauung in der Kultscheune Lauterbach
Ja. Die Kultscheune Lauterbach bei Neukirchen/Pleiße eignet sich auch für Hochzeiten und freie Trauungen. Zeremonie und anschließende Feier können dort gut miteinander verbunden werden.
Nein. Sie darf genauso locker, humorvoll oder ungewöhnlich sein, wie es zum Brautpaar passt. Bei Nicole und Christian gehörten zum Beispiel „Eye of the Tiger“, Boney M. und die Schnapsmädels ganz selbstverständlich dazu.
Ja. Bei Nicole und Christian gehörten unter anderem eine Hochzeitskerze, eine Erinnerungskiste und später der Nürnberger Brautbecher zur Zeremonie. Wichtig ist für mich, dass ein Ritual einen Bezug zum Paar hat und nicht nur eingebaut wird, weil man eben „noch etwas machen möchte“.
Unbedingt. Wenn Humor zu einem Paar gehört, darf er auch Teil der Traurede sein. Bei Nicole und Christian war das besonders leicht – allein Nicoles Berliner Schnauze lieferte dafür genug Stoff. Trotzdem gibt es natürlich auch ruhige und emotionale Momente.
Ja. CR Hochzeitsredner begleitet freie Trauungen in Zwickau, Werdau, Crimmitschau, Neukirchen/Pleiße und darüber hinaus in Westsachsen sowie in weiteren Regionen.







